Stille
Inhaltswarnung: Suizid
Ein Herzschlag in der Nacht, warum bin ich erwacht?Es herrscht noch Dunkelheit, es ist noch nicht vollbracht.Die Welt herum ist klein, sie sollte nicht so sein.Es grüßt die Ewigkeit, die lebenslange Pein.
Als die Zwei sich erhoben, von unten und droben,Sich auf selbem Weg fanden, wenngleich auch verschoben.Denn die Tat ist beschlossen, doch ungleich genossen.Mit den rieselnden Sanden, ist kaum Zeit verflossen.
Es obsiegte die Stille, mir fehlt nur der WilleJetzt zu gehn und zu weilen, in nutzloser Hülle.Doch du bist schon gegangen, kein Hoffen, kein Bangen.Und der Weg muss sich teilen, nach deinem Verlangen.
Verstand nicht deine Tat, begriff nicht deinen Pfad.Erkannte nur mein Leid, erkannte nur Verrat.Die lebenslange Pein, fortan nicht mehr nur dein.Verfiel in Dunkelheit, nichts konnte anders sein.
Sah mein Geist war betreten, Gefühle verwehten.Ich versuchte zu sehen, um Einsicht erbeten.Der Welt endloses Treiben hielt mich an zu bleibenLang genug hier zu gehen, den Pfad zu beschreiben.
Nun die uralte Hülle, geboren aus StilleMuss ich selbst hier zerbrechen, sie weiche der Fülle.In der Fülle des Lebens, des dauernden Strebens,Kann die Einsicht nicht brechen, versteh ich zeitlebens.